Sommerferienfahrt 2016 nach Großhansdorf mit dem Übergänge-Projekt in Altona Nord

Am Montag, den 25.07.2016 trafen sich 11 Kinder und 3 Betreuer*innen, um sich für 6 Tage von Hamburg zu verabschieden und mit der Bahn ins nicht weit entfernte, aber dennoch völlig andere Großhansdorf zu fahren. Die Vorfreude übertönte den Abschiedsschmerz und so wurden die Eltern von ihren Kindern schnell verabschiedet. Schon ging es los!

In Großhansdorf angekommen empfing uns das Schullandheim Erlenried mit einem riesigen Gelände inklusive Niedrigseilgarten, Spielplatz, Teich, Grillstelle, Fußballplatz und dazugehörigem, sehr netten Heimleiter. Dieser kochte uns auch direkt das erste leckere Mittagessen. Gleich im Anschluss wurde alles auf dem Gelände ausprobiert, die Zimmer eingeteilt und die kommende Woche besprochen. Auch wurden zum ersten Mal – unter wenig Protest – die Handys eingesammelt. Mit der zweistündigen Handyzeit pro Tag freundeten sich die Kinder jedoch recht schnell an.

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Um die Umgebung kennenzulernen wurde eine Rallye durch Großhansdorf gemacht. Hierfür teilten sich die Kinder in zwei Gruppen auf. Eine Gruppe hatte viel Spaß an der Erfüllung der Aufgaben, die andere war eher interessiert an der Freiheit, alleine einkaufen gehen zu können. Somit stand recht schnell fest, welche Gruppe die meisten richtigen Antworten hatte. Den Gewinner-Robby Bubble teilten sich später jedoch alle gemeinschaftlich.

Abends traf eine weitere Gruppe aus Berlin ein. Obwohl die Kinder aus dieser Gruppe deutlich jünger waren, hatten alle viel Spaß zusammen.

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Am Dienstag ging es zum ersten Ausflug auf den Bio-Bauernhof Gut Wulfsdorf. Hier wurden zunächst zaghafte Kontakte zu Schweinen, Kühen und Pferden geknüpft. Bei den Schweinen roch es zwar nicht besonders gut, trotzdem reizte es doch, die neugierig durch das Gitter gesteckte Schweinenase einmal zu streicheln. Auch die Rinder, welche noch viel weicher waren, ließen sich geduldig streicheln und mit Heu füttern.

Auch fanden wir hier heraus, dass Vollkornbrötchen sehr wohl schmecken können! Besonders, wenn sie vom Bäcker extra für uns im Holzofen frisch gebacken wurden und mit der aus Sahne selbst geschlagenen Butter bestrichen sind.

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Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer Freizeit, die bei Budni, Edeka, beim Federball spielen oder basteln verbracht wurde, ging es am Mittwoch mit dem Bus ins Freizeitbad badlantic nach Ahrensburg. Hier verbrachten wir die meiste Zeit im Wellenbad und auf den Sprungbrettern. Da wir pünktlich zum Abendessen, welches es um 18 Uhr gab, wieder im Schullandheim sein wollten, mussten wir relativ früh wieder zum Bus – es war schon etwas ungewohnt, dass wir uns an den Zeiten des Busses orientieren mussten und nicht spätestens alle 10 Minuten eine Bahn fährt… ;-)

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Am nächsten Tag, dem Donnerstag, ging es zum letzten – und wohl aufregendsten – Ausflug der Woche. Wir fuhren in den Hochseilgarten Lütjensee. Hier wurden wir freundlich begrüßt und durch zwei junge Helferinnen eingewiesen. Das Sichern mit den Karabinern war schnell verstanden und dann konnte es auch schon losgehen. Während ein paar Gruppenmitglieder sich lieber erst einmal am 1,50 Meter hohen Parcours probierten, übersprangen diesen die Mutigeren und kletterten direkt auf 3-4 Meter. Durch die abwechslungsreichen Aufgaben, die auf den Parcours bewältigt werden mussten, wurde es nie langweilig. Für die ganz Mutigen unter uns stand auch noch der 8 Meter hohe Parcours zur Verfügung, welcher sich auf halbem Wege noch einmal in einen anspruchsvolleren Erwachsenenparcours und einen für Kinder unterteilte. In Absprache mit den Zuständigen durften manche Kletterer auch den Erwachsenenparcours nehmen und stellten sich den schwierigeren Anforderungen. Nach ein paar körperlich anstrengenden Stunden nahmen wir kaputt, aber glücklich den Bus zurück zum Schullandheim.

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Schon brach der letzte komplette Tag auf der Ferienfahrt an – der Freitag. Dieser wurde mit viel Freizeit auf dem Gelände des Schullandheimes und in Großhansdorf entspannt genossen. Da am Tag zuvor ein Mädchen krankheitsbedingt nach Hause fahren musste, malten ein paar Kinder für sie eine Gute-Besserungs-Karte. Auch für den Heimleiter wurde fleißig gemalt und gebastelt, um ihm am nächsten Morgen für die schöne Zeit danken zu können. Auch wurde der Tag genutzt, um das Grillfest am Abend vorzubereiten. Es wurde eingekauft, Stöcke wurden geschnitzt und der Stockbrotteig vorbereitet. Außerdem probten einige Kinder für eine Showeinlage. Diese wurde nach dem Grillen, welches trotz zeitweiligen Regens stattfinden konnte, aufgeführt. Es gab Tänzer und Sänger, welche mit viel Applaus gefeiert wurden. Danach wurde noch Musik gehört, getanzt und gelacht. Zwei Stunden später als sonst wurden zum letzten Mal die Handys eingesammelt und alle gingen auf ihre Zimmer.

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Nach einer relativ kurzen Nacht wurden die letzten Sachen zusammengepackt, das letzte Frühstück wurde in Ruhe genossen und das Haus aufgeräumt und gefegt. Nach der herzlichen Verabschiedung vom Heimleiter gingen wir die 10 Minuten zu Fuß zum Bus. Nach mehrmaligem Umsteigen aufgrund von Schienenersatzverkehr kamen alle wieder pünktlich an der U-Bahnstation Emilienstraße an, wo schon viele Eltern warteten.

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Die Kinder und Betreuer*innen verabschiedeten sich nach einer schönen gemeinsamen Zeit voneinander. Viele von uns hoffen, auch nächstes Jahr wieder gemeinsam auf Ferienfahrt fahren zu können und freuen sich auf ein Wiedersehen in den nächsten Sommerferien.