Sozialtraining in der Schule (nach Petermann)

Was bedeutet Sozialtraining?
Sozialtraining bedeutet, die eigenen sozialen Kompetenzen auszubilden, zu trainieren. Zu diesen Fähigkeiten zählen unter anderem eine differenzierte soziale Wahrnehmung, Emotionsregulationsfähigkeit und Selbstbewusstsein. Sie sind nötig, um in zwischen-menschlichen Situationen bestehen und angemessen reagieren zu können. Wie stark wir welche soziale Kompetenz ausbilden, hängt von vielen Faktoren ab. Das Sozialtraining in der Schule nach Petermann will einer der unterstützenden Faktoren sein. Kinder der 3.-6. Klassen trainieren in diesem Programm  ihre sozialen Fähigkeiten und bilden sie weiter aus.

Den besten Rahmen hierfür bildet eine heterogene Gruppe von bis zu 12 Kindern mit verschieden stark ausgeprägten sozialen Kompetenzen. Zwei Trainer*innen leiten die 1,5 stündigen Sitzungen an, welche ritualisiert immer nach dem gleichen Schema aufgebaut sind. Die Reflektion der eigenen Befindlichkeit und des eigenen Verhaltens gehören hier genauso dazu wie Bewegungs-/Spiel- und Ruheeinheiten sowie eine Arbeitsphase, während der am jeweiligen Sitzungsthema gearbeitet wird.

Die theoretischen Grundlagen für das Sozialtraining bilden die Theorie der sozialkognitiven Informationsverarbeitung von Dodge (1993) sowie das Konzept der Selbstwirksamkeit von Bandura (1979).

Das „Sozialtraining in der Schule“ (Petermann et al., Beltz 1999, 2. überarbeitete Auflage) ist ein Gruppentraining für 3. – 6. Klassen.
Das „Sozialtraining in der Schule“ (Petermann et al., Beltz 1999, 2. überarbeitete Auflage) ist ein Gruppentraining für 3. – 6. Klassen. (Bild: LI Hamburg)